Zugversuch
Ein Besispiel: Überprüfung der Verkehrssicherheit einer Eiche aufgrund eines Riesenporlings (Schwächeparasit) am Stammfuß.
Der Zugversuch ist hier das einzig geeignete Untersuchungsverfahren, da diese Methodik Hinweise zur Abschätzung der Standsicherheit liefert. Das Ergebnis ergibt sich aus dem Vergleich des theoretischen Sicherheitsfaktors aufgrund der geometrischen Eigenschaft des Baumes (Kronenform, Höhe, Durchmesser) und des gemessenen Sicherheitsfaktors nach Eintrag einer sogenannten Windersatzlast (mechanische Zugvorrichtung).
Quercus robur, Stieleiche:
Baumhöhe ca. 27,0 m
Stammdurchmesser 103 cm
Kronenbreite: 21,0 m
Standort auf städtischem Grundstück in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem Wohnhaus.
Der Riesenporling wurde im Zuge der regelmäßigen Baumkontrolle entdeckt. Maßnahme: Sofortige eingehende Untersuchung zur Bestimmung der Verkehrssicherheit. Die Eiche wurde als unbedingt erhaltungswürdig eingestuft.
Das Ergebnis: Der rechnerische Standsicherheitsfaktor beträgt mindestens 1,72.
Somit wäre der in der Methodik geforderte Mindestsicherheitsfaktor von 1,5 überschritten und die Standsicherheit nachgewiesen.